Wieso erhöht sich die Statistik?

Weitere Bewohner und Mitarbeiter von Seniorenheimen im Landkreis mit Covid-19 infiziert / Statistik deshalb erhöht  

Nachdem am vergangenen Wochenende das Gesundheitsamt einen im Vergleich zu den vergangenen Tagen und Wochen hohen Anstieg von Neuinfektionen mit Covid-19 im Landkreis Alzey-Worms und in der Stadt Worms gemeldet hatte, führte dies zur Beunruhig in der Bevölkerung und zu Spekulationen über den Grund der ungewohnt hohen Steigerung der Fallzahlen. Um die im Raum stehenden Fragen sachlich zu klären und über den Grund des Anstiegs zu informieren, teilt die Kreisverwaltung Alzey Worms mit, dass es sich bei den Neu-Infizierten überwiegend um Mitarbeiter und Bewohner von Altenpflegeeinrichtungen in Osthofen handelt. In Folge einzelner positiver Testergebnisse bei Mitarbeitern und Bewohnern am vergangenen Freitag, waren dort umfangreiche Teststrecken durchgeführt worden. Diese konnten bereits am Wochenende ausgewertet werden. Die Tests haben bis zum heutigen Montag, 27. April ergeben, dass derzeit 19 Bewohner und fünf Mitarbeiter im Altenpflegezentrum in Osthofen sowie drei Bewohner und ein Mitarbeiter im Johannes-Centrum in Osthofen mit dem Corona-Virus infiziert sind. Wie die Leitungen der Seniorenheime mitteilen, sind die positiv getesteten Bewohner, von denen die meisten keine Symptome einer Erkrankung zeigen, nach Weisung des Gesundheitsamtes in ihren Zimmern isoliert untergebracht. Mitarbeiter, bei denen ein positives Testergebnis vorliegt, befinden sich in häuslicher Quarantäne. Auch am heutigen Montag werden in den Einrichtungen zur Klärung der Gesamtsituation vorsorglich weitere Tests bei Mitarbeitern und Bewohnern durchgeführt. Mitarbeiter, die Kontaktpersonen sind und als Schlüsselpersonal mit entsprechender Schutzkleidung weiterarbeiten dürfen, müssen insgesamt viermal getestet werden. Bereits seit mehreren Wochen arbeitet das Pflegepersonal in beiden Senioreneinrichtungen ausschließlich mit Schutzausrüstung und Masken. Auch Desinfektionsmittel sind ausreichend in der Einrichtung vorhanden. „Heimleitungen, Gesundheitsamt und Hausärzte arbeiten vor Ort intensiv zusammen, um die Situation in den betroffenen Einrichtungen möglichst schnell umfassend zu klären und die Senioren in dieser schwierigen Lage bestmöglich zu betreuen und zu pflegen“, betont Landrat Heiko Sippel.