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Verbrennen von Grünabfällen verboten/Ausnahmen mit Ordnungsamt abstimmen

Wappen Verbandsgemeinde WesthofenNach wie vor ist es vielerorts „guter“ Brauch, pflanzliche Abfälle, die auf landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Grundstücken anfallen, einfach zu verbrennen. Dass das Abfallgesetz eine solche umweltbelastende Handlungsweise untersagt, wird leider immer noch nicht überall beachtet.

Aus gegebenem Anlass weisen wir noch einmal darauf hin, dass pflanzliche Abfälle, die auf landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Grundstücken anfallen, grundsätzlich zu verwerten sind.
Das Verbrennen ist nur in wenigen Ausnahmefällen zulässig. Zum Beispiel wenn eine Pflanzenkrankheit, wie der Feuerbrand, die Verwertung unmöglich macht oder eine Verwertung nicht zumutbar ist. Der finanzielle Aspekt ist bei der Prüfung der Zumutbarkeit unerheblich, da der Gesetzgeber die Verwertung von Abfällen vor deren Beseitigung zwingend vorschreibt.
 


Die Verbandsgemeinde Westhofen als Ordnungsbehörde wird durch die einschlägigen Vorschriften dazu angehalten, bei der Prüfung zum Verbrennen pflanzlicher Abfälle sehr eng zu verfahren. Gem. § 2 Abs. 2 der Landesverordnung über die Verbrennung pflanzlicher Abfälle außerhalb von Abfallbeseitigungsanlagen kann die örtliche Ordnungsbehörde das Verbrennen untersagen, wenn die Voraussetzungen nicht vorliegen, d. h. wenn eine Verwertung möglich bzw. zumutbar ist.

Können Grünabfälle am Entstehungsort nicht dem Boden zugeführt oder kompostiert werden, stehen im Landkreis ausreichend Verwertungsmöglichkeiten zur Verfügung. Neben der Entsorgung über die Biotonne ist auch die direkte Anlieferung bis zu 0,5 ccm zu den Wertstoffhöfen und bei größeren Mengen zur Vergärungsanlage in Framersheim möglich.

Für weitere Auskünfte stehen die Mitarbeiter der Ordnungsbehörde der Verbandsgemeindeverwaltung bzw. die Mitarbeiter des Abfallwirtschaftsbetriebes der Kreisverwaltung in Alzey zur Verfügung.

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