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Ausgezeichneter Ort mit engagierter Dorfgemeinschaft - Landrat besucht Gundersheim

Remondis-Niederlassungsleiter Michael Germann (3. von links) erläutert Landrat Ernst Walter Görisch und Ortsbürgermeister Erno Straus (Bildmitte) sowie Mitgliedern des Gemeinderats die Arbeits- und Funktionsweise der Gundersheimer Betriebsstätte. Die mehrfach für ihre Attraktivität ausgezeichnete Gemeinde Gundersheim war Ziel des jüngsten Ortsbesuchs von Landrat Ernst Walter Görisch. Die Rotweingemeinde wurde in der Vergangenheit unter anderem wiederholt als schönstes Weindorf des Kreises oder im Rahmen des Landeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ prämiert.

Unter Führung des langjährigen Ortsbürgermeisters Erno Straus standen nun Besuche in der evangelischen Kindertagesstätte, beim Abfallentsorgungsunternehmen Remondis sowie beim VfL 1920 Gundersheim auf dem Besuchsprogramm. An diesem nahmen auch Verbandsbürgermeister Walter Wagner sowie Beigeordnete und Mitglieder des Gemeinderats teil.


Erste Station des Rundgangs war die evangelische Kita, die mit Zuschüssen von Gemeinde und Land in den vergangenen Jahren energetisch saniert und erweitert wurde. Drei Gruppen beherbergt die Einrichtung, die bis zu 15 Kinder unter drei Jahren aufnehmen darf. „Damit ist Gundersheim gut auf den ab August 2013 geltenden Rechtsanspruch auf Betreuung für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr vorbereitet“, sagte Landrat Görisch und bedankte sich bei Pfarrer Armin Wisseler für das Engagement der Kirche als Träger der Kita. In diesem Jahr begeht die Kita im Übrigen ein besonderes Jubiläum, denn sie wird 140 Jahre alt und ist damit die zweitälteste Einrichtung dieser Art in ganz Rheinhessen. Und schließlich gebe es mit der Einweihung der neuen „Matschanlage“ im Sommer noch einen weiteren Grund, um in diesem Jahr zu feiern, freuten sich die Erzieherinnen Lilly Kron und Sabrina Nitsch.

Gefahren bei Schnee und Eis
Seit Januar 2011 ist das Abfallentsorgungsunternehmen Remondis vom Kreis damit beauftragt, den gesamten anfallenden Müll wie Rest-, Bio-, Papier-, Verpackungs- und Sperrmüll in der Region zu entsorgen. Im Landkreis hat das bundesweit und international tätige Unternehmen eine Betriebsstätte in Gundersheim eingerichtet. Hier ist der Stützpunkt der Sammelfahrzeuge sowie der Umschlagsplatz für den Abfall, der von den Sammelfahrzeugen optimiert auf größere Lkw verladen wird, berichtete Niederlassungsleiter Michael Germann. Insgesamt sind 45 Mitarbeiter hier beschäftigt, 20 Fahrzeuge stehen für die Einsammlung des Abfalls bereit, ergänzte der Kommunalbeauftragte Karl Schwenk. In diesem Winter habe es bisher nur einen Tag gegeben, an dem witterungsbedingt die Sammlung ausfallen musste. „Für uns ist so ein Tag am teuersten“, sagte der Geschäftsführer für die Region Südwest, Georg Eicker, da das Unternehmen an solchen Tagen keinerlei Einnahmen, sondern nur Ausgaben produziere. In den darauf folgenden Tagen habe Remondis aber die Touren nachgeholt und den Abfall bis Ende der Woche einschließlich samstags abgefahren. Schnee und Eis seien für die tonnenschweren Fahrzeuge insbesondere in den ungestreuten Seitenstraßen ein großes Problem. Hier gehe die Sicherheit für die Mitarbeiter sowie die Bürgerinnen und Bürger vor, betonte Germann und warb um Verständnis.

Auch Bayern München spendet
Viel Verständnis und eine Welle der Solidarität erfuhr schließlich der VfL Gundersheim, dessen Vereinsheim im Juli 2010 nach einem Feuer nach Brandstiftung bis auf die Bodenplatte abgebrannt war. Inzwischen ist an dieser Stelle ein modernes, freundliches, funktionales und nach neuesten energetischen Standards errichtetes Domizil für den Verein entstanden. Im Juni dieses Jahres soll es offiziell eröffnet werden. In den nächsten Wochen soll bereits die Gaststätte ihren Betrieb aufnehmen. Insgesamt rund eine Million Euro seien hier investiert worden, die sich aus Versicherungsleistungen, Spenden und Eigenleistungen zusammensetzten, informierte der Erste Vorsitzende, Oliver Ruppert. Auch der FC Bayern München habe dem VfL eine Spende zukommen lassen. Die Vereine aus der Region wie Wormatia Worms, 1. FC Kaiserslautern und der FSV Mainz 05 sagten Benefizspiele zu. Knapp drei Jahre ohne Vereinsheim zu überbrücken sei jedoch eine gewisse „Leidenszeit“ für den Club gewesen, beteuerte Ruppert. Der Spielbetrieb und das Vereinswesen sei dennoch aufrecht erhalten worden, dankte der Vorsitzende den vielen engagierten Mitgliedern um den Ehrenvorsitzenden Hans-Jakob Mayer, den 2. Vorsitzenden Philipp Bossert und Beisitzer Markus Flörsch wie auch der Gemeinde Gundersheim, die dem Verein in vielen Situationen ganz unbürokratisch unter die Arme griff. Nun soll noch die Außenanlage mit einem Grillplatz gestaltet werden. Die Gemeinde prüfe derzeit inwieweit eine Bezuschussung dieses Projekts möglich sei, erklärte Straus.   
 

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