Ortsgemeinden

Hochborn

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Einwohnerzahl zum 31.12.2018: 456

Mit einer Lage von ungefähr 290 m üNN auf dem Kloppberg ist Hochborn das höchstgelegene Dorf Rheinhessens. Verschiedene wasserdichte Schichten stauen das Oberflächenwasser und ermöglichen die Anlage vieler Brunnen.

Der alte Ortsname, der sich von einem fränkischen Hofherrn des 6 Jahrhunderts namens Blado herleitete, also Blados Heim bedeutete, gab in der neueren Zeit oft Anlass zu Spott und Hänseleien. Daher stimmten 1971 die Einwohner mit großer Mehrheit für den neuen Namen „Hochborn“.

Aus der Bronzezeit stammen Depotfunde, vor allem ein singuläres Sistrum, ein Kultgerät.

Die erste Nennung des Ortes kennen wir aus dem Jahr 1070, als ein Gerard ererbten Besitz in Eppelsheim und seine Eigenkirche in Blettenesheim (Blödesheim) dem St. Salvatorstift in Metz schenkt, wo er erzogen wurde. Kirche, Dorfteich (Weed) und Brunnen bildeten den Ortsmittelpunkt. Die Rechtsgeschäfte wurden dort öffentlich gemacht und auch das erste Rat-oder Gemeindehaus lag bei der Kirche.

Vermutlich seit dem 13. Jahrhundert gehörte das Dorf zur Kurpfalz. Das Weistum wurde im späten 16. Jahrhundert verschriftlicht, hier ist auch das vom Alzeyer Burggrafen 1555 verliehene Gerichtssiegel mit dem noch heute gebrauchten Wappenbild schriftlich überliefert.

Als 1797 die Franzosen das linksrheinische Gebiet besetzten, teilten sie das Gebiet in Departements, richteten moderne Verwaltungen ein, schlossen die Kirchenbücher und ließen stattdessen die Bürgermeister Personenstandsregister anlegen. Blödesheim gehörte im Departement Mont Tonerre (Donnersberg) zum Canton Bechtheim und der Bürgermeisterei Monzernheim, bis 1831. Im Ort vertrat ein Agent die Obrigkeit. Ab 1832 haben wir eigene Bürgermeister. Von 1837 bis 1938 gehörte der Ort zum Kreis Worms, danach zum Landkreis Alzey. Von 1972 bis 2014 gehörte Hochborn zur Verbandsgemeinde Westhofen, seither zur Verbandsgemeinde Wonnegau.

Literaturhinweis: Mathilde Grünewald, Geschichte und Geschichten von Hochborn in Rheinhessen. Chronik von Hochborn, bis 1971 Blödesheim. 1. Auflage 2019

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