Fütterungsverbot der Enten und Gänse am Seebach

Liebe Bürgerinnen und Bürger.

Die Enten und Gänse am Seebach werden von Privatpersonen mit eigenen Lebensmittel (Brot, Essensresten) gefüttert und versorgt. Diese gut gemeinte Aktion führt jedoch dazu, dass mehr Lebensmittel verteilt werden, als die Tiere benötigen. Durch die Reste der Lebensmittel ziehen sich auch andere Tiere und Ungeziefer (Ratten und Mäuse) herbei und sorgen für Ärger bei den Anwohnern. Um dieses Problem in den Griff zu bekommen und weitere Belästigungen zu vermeiden, bitten wir das weitere Füttern der Enten und Gänse mit eigenem Lebensmitteln künftig zu unterlassen.

Wir hoffen auf Ihre Einsicht und Unterstützung.

67593 Westhofen, den 17.07.2020

Verbandsgemeindeverwaltung Wonnegau

- Ordnungsamt -

Auslegung des Entwurfes zur Änderung der Rechtsverordnung zur Unterschutzstellung der „Villenanlage und Wirtschaftsgebäude Osthofener Straße 24, Gemarkung Westhofen, Landkreis Alzey-Worms. Beteiligung der betroffenen Öffentlichkeit nach § 9 DSchG und § 13

Der Landkreis Alzey-Worms hat den Entwurf zu einer Änderung der Rechtsverordnung zur Unterschutzstellung der „Villenanlage und Wirtschaftsgebäude Osthofener Straße 24“ (Denkmalzone) verfasst.

Die Denkmalzone umfasst in der Gemarkung Westhofen die Parzellen: Flur 2, Nr. 177, 178/5

Gemäß § 9, Abs. 1 und 2 Denkmalschutzgesetz ist der Entwurf dieser Rechtsverordnung und die dazugehörige Flurkarte für die Dauer eines Monats zur Einsicht öffentlich auszulegen.

Die Frist beginnt am 13.07.2020 und endet am 14.08.2020.

Die Unterlagen liegen bei der Verbandsgemeindeverwaltung Wonnegau, Am Schneller 3,
67575 Osthofen, Fachbereich 3, Natürliche Lebensgrundlagen  und Bauen, DG,
Zimmer 3.5, öffentlich aus und können dort Mo. – Fr. von 08.00 – 12.00 Uhr sowie Do. von 14.00 – 18.00 Uhr von jedermann eingesehen werden. Zusätzlich ist der Entwurf der Rechtsverordnung in der Kreisverwaltung Alzey-Worms, Ernst-Ludwig-Straße 36, Abteilung Bauen und Umwelt, EG, Zimmer 52, zur Einsicht ausgelegt.

 

Jeder, dessen Belange durch die Vorgaben berührt werden, kann spätestens bis zwei Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist bei der Unteren Denkmalschutzbehörde des Kreises Alzey-Worms oder bei der Verbandsgemeindeverwaltung Wonnegau, Bedenken und Anregungen schriftlich oder zur Niederschrift vorbringen.

Der Inhalt dieser Bekanntmachung ist auch auf www.alzey-worms.de einsehbar.

Alzey, 24.06.2020

gez. Sippel

Heiko Sippel

   Landrat

Weiße Tücher in den Weinbergen

Sicherlich haben sich viele schon gefragt, was die weißen Tücher bedeuten, die seit einigen Tagen die Lössböschungen am Ostrand des Höllenbrandes in der Gemarkung Westhofen zieren.

Die Gemeinde plant derzeit den Ausbau bzw. die Befestigung mehrere Wirtschaftswege im Rebgelände. Wie jeder Eingriff in Natur und Landschaft, so muss auch für die die Befestigung bisher unbefestigter Wege an anderer Stelle der Zustand der Natur verbessert werden.

Hierzu bieten sich in besonderem Maße die zahlreichen Lössböschungen an, welche die Rebhänge insbesondere in der Gewann 'Am langen Rech' gliedern. Hier sind viele der alten Trockenmauern verschwunden, beschädigt oder übererdet, was insbesondere dem seltenen Steinschmätzer, der Leitart des Höllenbrandes, schadet. Viele ehemals steile Böschungen mit Brutmöglichkeiten für viele Wildbienen sind durch fortschreitende Erosion so abgeflacht, dass sie komplett mit Gräsern und Stauden bewachsen sind. Deshalb finden die Insekten dort keine Möglichkeiten mehr zur Eiablage.

Zur Kompensation des Wirtschaftswegeausbaus werden nun die Lösswände in den Weinbergen herangezogen. Diese werden ökologisch wieder aufgewertet. Davon profitieren nicht nur die vielen Tiere, welche Trockenmauern, Steinhaufen und senkrechte Lösswände als Lebensraum nutzen. Auch für die Winzer ist dies von Vorteil, da für die Kompensation des Eingriffs durch den Wirtschaftswegeausbau kein wertvolles Rebland verloren geht.

Im Rahmen der Ausgleichsmahmen werden verfallene Trockenmauern wiederhergestellt, Steinhaufen als mögliche Brutplätze für Steinschmätzer angelegt und senkrechte Lösswandabschnitte geschaffen, die vielen Insektenarten als Fortpflanzungsstätte dienen können.

Bei den Umbaumaßnahmen müssen jedoch die dort bereits in großer Zahl lebenden und unter strengem Artenschutz stehenden Zauneidechsen berücksichtigt werden. Sie sollen natürlich weiterhin dort zuhause sein. Es muss gewährleistet sein, dass kein Tier bei den Arbeiten zur Aufwertung der Lössböschungen zu Schaden kommt oder gar getötet wird. Aus diesem Grund wurden Vergrämungsmaßnahmen in den betroffenen Bereichen ausgeführt, damit die Tiere temporär aus eigenem Antrieb in benachbarte Lebensräume umziehen.

Eidechsen verbringen die kalte Jahreszeit zurückgezogen in frostfreien Bereichen von Erd- oder Holzhaufen und schlafen dort, bis die Frühjahrssonne sie in ihrem Winterquartier erwärmt und sie aktiv werden lässt. Deshalb wurden die Vergrämungsschritte im Mai begonnen, als alle Tiere sicher wieder auf Umweltreize reagieren konnten. Die Vergrämung selbst erfolgte in mehreren Schritten, in denen die betroffenen Bereiche abschnittweise vom Aufwuchs befreit wurden, sodass für die Eidechsen keine Deckung vorhanden war. Dadurch nutzen sie diese Bereiche nur zum Sonnen und Jagen, sehen ihn aber nicht als Rückzugsort an und wandern in die geschützten Grasbestände ab. Ein paar Tage nach der Mahd wurden auf die nun freien Stellen Silofolien gelegt, die unter der Einstrahlung der Sonne ein Klima zwischen Boden und Folie entwickeln, welches Eidechsen nicht mögen. Durch offen gelassene Stellen konnten die Tiere, die sich unter der Folie befanden, aus eigenem Antrieb in die Nachbarbereiche umziehen. In drei Arbeitsgängen wurde gemäht und die Folie ausgelegt, um die Bereiche einzeln abdecken und durch die getrennten Schritte den Reptilien genug Zeit zum Wandern gewährleisten zu können.

Mit Beginn der Erdarbeiten werden die Folien entfernt und die Bereiche darunter sofort umgestaltet, um eine Rückwanderung der Zauneidechsen auszuschließen. Nach Abschluss der Arbeiten kann sich die Artenvielfalt in den Lösswänden entwickeln und abwechslungsreiche Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten bieten.  Auch die Zauneidechsen werden sich in den dann viel strukturreicheren Böschungsabschnitten wieder wohl fühlen.

Berg1

Einzelne Vergrämungsschritte. Die zuvor freigestellten Flächen werden einige Tage später mit Folie abgedeckt und neue Flächen werden  für den nächsten Schritt gemäht.

Berg2

Berg3

Die drei Vergrämungsschritte sind abgeschlossen und die zu bearbeitenden Flächen sind komplett abgedeckt. Ausweichlebensräume stehen den Eidechsen in genügendem Maße zur Verfügung.

Berg4

Bebauungsplan „Gewerbepark Wonnegau“; Aufstellungsbeschluss gemäß § 2 Abs. 1 BauGB

Der Ortsgemeinderat von Westhofen hat in seiner Sitzung am 20.05.2020 gemäß § 2 Abs. 1 Baugesetzbuch (BauGB) den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Gewerbepark Wonnegau“ gefasst.

Ziel des Bebauungsplanes ist es, Bauplanungsrecht für ein Gewerbegebiet zu schaffen.

Der Geltungsbereich ist im anliegenden Plan gekennzeichnet und umfasst die Grundstücke Gemarkung Westhofen, Flur 2 Nrn. 32/1, 33 – 37, 228/1 (tlw.), 229/3, 290, 292 (tlw.), 298 (tlw.), 299 (tlw.) und 300 (tlw.).

Der Aufstellungsbeschluss wird hiermit gemäß § 2 Abs.1 S. 2 BauGB öffentlich bekannt gemacht.

Westhofen, den 27.05.2020

Gez. Fehlinger 

Fehlinger
Ortsbürgermeister

Anlage: Planauszug

Westhofen Gewerbepark

Bebauungsplan „Freizeitgärten – Im Geckes“; Satzungsbeschluss gemäß § 10 Abs. 1 BauGB

Die Ortsgemeinde Westhofen hat am 20.05.2020 in öffentlicher Sitzung den Bebauungsplan „Freizeitgärten – Im Geckes“ gemäß § 10 Abs. 1 Baugesetzbuch (BauGB) i.V.m. § 24 Gemeindeordnung (GemO) Rheinland-Pfalz als Satzung beschlossen.

Maßgebend sind die Planzeichnung, die textlichen Festsetzungen und die Begründung.

Der Geltungsbereich des Plans umfasst folgende Grundstücke: Gemarkung Westhofen, Flur 4, Nr. 48, 49, 50/1, 50/2, 51/1, 52/1, 53 – 57, 67/1, 68 – 74, 75/1, 75/2, 76 – 78, 80/2, 87 – 92, 93/1-9, 94 – 98, 99/1, 99/2, 100, 101, 102/1, 102/2, 103/2, 105 – 114, 122 – 137, 347/1 tlw., 348/1 tlw., 351, 352/3, 353 tlw., 355, 839/2 tlw. Der Satzungsbeschluss wird hiermit gemäß § 10 Abs. 3 BauGB öffentlich bekannt gemacht. Die Satzung  tritt mit dieser Bekanntmachung in Kraft (§10 Abs. 3 BauGB).

Die Satzung mit ihren dazugehörigen Teilen, sowie die einschlägigen Rechtsvorschriften und verwendeten DIN-Normen werden Im Fachbereich 3 –Natürliche Lebensgrundlagen und Bauen der Verbandsgemeindeverwaltung Wonnegau, Zimmer 3.5, Am Schneller 3, 67574 Osthofen während der allgemeinen Dienstzeiten (montags bis freitags von 8.00Uhr bis 12.00 Uhr und zusätzlich donnerstags von 14.00Uhr bis 18.00 Uhr) kostenfrei zu jedermanns Einsicht bereit gehalten.

Über den Inhalt wird auf Verlangen Auskunft erteilt. Der Inhalt dieser Bekanntmachung ist auch unter www.vg-wonnegau.de einsehbar.

Hinweis nach § 44, Abs. 5 BauGB:

Auf die Vorschriften des § 44 Abs. 3 Satz 1 und 2 BauGB über die Fälligkeit etwaiger Entschädigungsansprüche im Falle der §§ 39 bis 42 BauGB bezeichnete Vermögensnachteile, deren Leistung schriftlich beim Entschädigungspflichtigen zu beantragen ist und des § 44 Abs. 4 BauGB über das Erlöschen von Entschädigungsansprüchen, wenn der Antrag nicht innerhalb von 3 Jahren gestellt ist, wird hingewiesen.

Hinweis nach § 215, Abs. 2 BauGB:

  • 215 Abs.1 BauGB Frist für die Geltendmachung der Verletzung von Vorschriften

(1) Unbeachtlich werden

1.  eine nach § 214 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 3 beachtliche Verletzung der dort bezeichneten Verfahrens- und Formvorschriften,

2.  eine unter Berücksichtigung des § 214 Abs. 2 beachtliche Verletzung der Vorschriften über das Verhältnis des Bebauungsplans und des Flächennutzungsplans und

3.  nach § 214 Abs. 3 Satz 2 beachtliche Mängel des Abwägungsvorgangs,

wenn sie nicht innerhalb eines Jahres seit Bekanntmachung des Flächennutzungsplans oder der Satzung schriftlich gegenüber der Gemeinde unter Darlegung des die Verletzung begründenden Sachverhalts geltend gemacht worden sind. Satz 1 gilt entsprechend, wenn Fehler nach § 214 Abs. 2a beachtlich sind.

(2) Bei Inkraftsetzung des Flächennutzungsplans oder der Satzung ist auf die Voraussetzungen für die Geltendmachung der Verletzung von Vorschriften sowie auf die Rechtsfolgen hinzuweisen.

Hinweis nach § 24 Abs. 6 Gemeindeordnung für Rheinland-Pfalz:

Satzungen, die unter Verletzung von Verfahrens- oder Formvorschriften dieses Gesetzes oder aufgrund dieses Gesetzes zustande gekommen sind, gelten ein Jahr nach Bekanntmachung als von Anfang an gültig zustande gekommen. Dies gilt nicht, wenn

die Bestimmungen über die Öffentlichkeit der Sitzung, die Genehmigung, die Ausfertigung oder die Bekanntmachung der Satzung verletzt worden sind, oder

vor Ablauf der in Satz 1 genannten Frist die Aufsichtsbehörde den Beschluss beanstandet oder jemand die Verletzung der Verfahrens- oder Formvorschriften gegenüber der Gemeindeverwaltung unter Bezeichnung des Sachverhalts, der die Verletzung begründen soll, schriftlich geltend gemacht hat

Hat jemand eine Verletzung nach Satz 2, Nr. 2 geltend gemacht, so kann auch nach Ablauf der in Satz 1 genannten Frist jedermann diese Verletzung geltend machen.

Westhofen, den 27.05.2020

Gez. Fehlinger (DS)

Fehlinger

Ortsbürgermeister

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